Die größte griechische Insel gilt als Wiege der minoischen Kultur, Europas erster entwickelter Zivilisation. Knossos, die bedeutendste antike Metropole Kretas, entdeckten Archäologen erst vor rund 130 Jahren. Seitdem wurden unermüdlich die Puzzleteilchen der Ausgrabungen zusammen gefügt, sodass Sie sich heute ein Bild vom Leben vor rund 4.000 Jahren machen können. Der teilweise wiederaufgebaute Palast umfasste neben königlichen Gemächern auch Kultstätten, Schatzkammern, Werkstätten und Vorrats keller – 1.300 Räume sollen es insgesamt gewesen sein. Irgendwo in diesem Labyrinth hielt man der Sage nach Minotaurus gefangen – ein Wesen, halb Mensch, halb Stier. Den Kretern ist dennoch ein anderer Ort heilig: das Kloster Arkadi – im Jahr 1866 Schauplatz der letzten großen Schlacht im Freiheitskampf gegen die türkischen Besatzer. Von diesem Nationalheiligtum führt unser Ausflug zu den Perlen der Küste: den charmanten Hafenstädten Chania und Rethymno. Die Wahl der Schönsten überlassen wir gern Ihnen.
Herrliche Strände, hohe Bergketten, tiefe Schluchten und
fruchtbare Landschaften. Dazu eine 4000 Jahre alte Geschichte. Und
jede Menge Göttersagen. Die größte und felsigste Insel
Griechenlands ist die mythologische Heimat eines „alten Bekannten
aus dem Geschichtsunterricht“ – Minotaurus, halb Mensch und halb
Stier. Wenn die Kreter von ihrem Land sprechen, dann schwingt auch
heute noch eine gehörige Portion Stolz in ihren Stimmen. Für andere
mag es die südlichste Insel Europas im Mittelmeer sein. Für die
Kreter ist es eine eigene Welt, die ihnen alles gibt, was sie zum
Leben brauchen. Mehr wäre Luxus. In den traditionsbewussten
Bergdörfern soll es ältere Menschen geben, die in ihrem Leben noch
nie das Meer gesehen haben. Diese Zufriedenheit mit dem eigenen
Schicksal ist fast schon beneidenswert. Die Philosophie der
Gelassenheit scheint hier tatsächlich Gott gegeben zu sein. Und
dazu noch 300 Sonnentage pro Jahr. Diesen Wert muss man sich erst
einmal als Wetterkarte vor Augen führen..
Kreta – die Wiege Europas. Aus archäologischer Sicht ist die Insel
ein Leckerbissen. Denn nur fünf Kilometer von Heraklion
entfernt liegt Knossos, die älteste Stadt Europas. Im
Zentrum der Minoischen Kultur (2800 bis 900 v. Chr.) ist die
von dem Engländer Sir Arthur Evans entdeckte Palastanlage zu
bewundern – mit mehr als 1200 Räumen, unzähligen Gängen und
Treppen. Evans fantastische Funde führen den Betrachter auf eine
abenteuerliche Zeitreise zu einer hoch entwickelten Kultur, die vor
Tausenden von Jahren diese Insel bevölkert hatte. Dem Forscher wird
von heutigen Archäologen oft vorgeworfen, bei seinen
„Renovierungsarbeiten" ein wenig zu weit gegangen zu sein – aber
unserer Vorstellungsfähigkeit hat er an zentralen Stellen wie dem
Thronsaal, der Halle der königlichen Garde und dem
Wohnquartier der Königin doch sehr auf die Sprünge geholfen.
Übrigens: Im unterirdischen Labyrinth von Knossos wurde
besagter Minotaurus gefangen gehalten. Die Fresken und Exponate in
den Räumlichkeiten von Knossos sind durchweg Nachbildungen; die
Originale befinden sich besser geschützt im Archäologischen
Museum von Heraklion, in dem auch eindrucksvolle Funde aus den
anderen Stadtstaaten Kretas, Phaestos und Zakros, ausgestellt
sind.
Bei vielen Besuchern gilt Chania als die schönste Stadt
Kretas. Auf dem Weg dorthin kommt man am bekanntesten
Klosterbauwerk der Insel vorbei, dem Kloster von Arkadi.
Seinen Namen verdankt das in der venezianischen Periode gebaute,
festungsgleiche Gebäude einem Mönch namens Arkadios, der hier
bereits in byzantinischer Zeit gewirkt haben soll. Die engen,
malerischen Gassen von Chania rund um den Hafen mit
seinem Leuchtturm wurden liebevoll restauriert. Im gut
erhaltenen Altstadtviertel, umgeben von venezianischen
Stadtmauern, ist der ursprüngliche Charme der Stadt spürbar. Ein
farbenfroher Klecks mit lautem Stimmengewirr ist die
Markthalle, in der die typischen Produkte Kretas wie Raki,
Käse, Thymianhonig, Olivenöl und Kräutertee angeboten werden. Die
Rückfahrt führt über Rethymnon, eine stimmungsvolle und
sympathische Kleinstadt, die ihren venezianisch-türkischen Ursprung
nicht verleugnen kann. Moscheen und Minarette, enge Gassen und
weite Plätze machen einen Spaziergang durch die gut
erhaltene Altstadt zu einem Erlebnis. Und die vielen
Restaurants im alten venezianischen Hafen wetteifern mit viel
versprechenden Düften um die Gunst der Gäste.
Kreta – die Götter wussten, wo Urlauben am schönsten ist!
Quelle: www.aida.de